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Was passiert beim Krafttraining? - Besserwisser/n

Klar, die Muskeln wachsen... weiß doch jeder!

Zuerst stellt sich natürlich die Frage, welche Art von Krafttraining betrieben wird: Maschinengestütztes Training (Resistance Training = Widerstandstraining) oder doch eher mit Freihanteln? Letzteres erzielt (laut Wissenschaft) die besseren Ergebisse im Hinblick auf den Kraftzuwachs, aber auch Resistance Training führt zu moderaten Effekten und hat in puncto Zunahme an Muskelmasse die Nase vorn.

Interessant ist dabei, dass leichte und schwere Widerstände offenbar gleichermaßen effektiv sind! Wichtig ist allerdings, dass immer bis zur Ermüdung trainiert werden muss, um vergleichbare Ergebnisse zu erzielen. Diese Erkenntnis ist besonders für den Seniorensport oder in der Rehabilitation wichtig, da dort geringere Lasten und höhere Wiederholungszahlen eher umsetzbar sind.


Was aber passiert denn nun IN unserem Körper? Generell lassen sich die Mechanismen auf neuronaler und auf morphologischer Ebene unterscheiden. Die Anpassungen in neuralen Systemen (Zentrales & Peripheres Nervensystem) sind dabei die dominanteren. Es kommt zu einer ökonomischeren Rekrutierung und Aktivierung unserer motorischen Einheiten (= Nervenfaser (Motoneuron) + Muskelfasern) und einer verbesserten Koordination unserer Muskeln (innerhalb eines Muskels, aber auch mehrerer Muskeln zusammen).

Betrachtet man die morphologischen Veränderungen, fällt sofort das Stichwort Hypertrophie. Durch vermehrt parallel "gepackte" Muskelbausteine (Sarkomere) nimmt das Muskelgewebe zu. Der Hauptauslöser dafür ist die Last, die wir bewegen, aber auch der metabolische Stress und die entstehenden "Muskelschäden" im Minimalbereich.


Quellen:

Wackerhage et al. (2019)

Griffin and Caferelli (2005)

Schoenfeld et al (2017)

Balshaw et al (2019)

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